Werbung in Apps

Werbung in Apps

Das Schalten von Werbung in Apps, auch genannt In-App-Advertisement (IAA), hat Vor- und Nachteile. Bei der Planung von Funktionalität und Rentabilität einer App sind diese zu berücksichtigen. Generell gibt es wenige Charakteristika einer App, die das Implementieren von IAA ausschließen oder notwendig machen. Allerdings sollten Informationen über die folgenden Aspekte gesammelt und ausgewertet werden, bevor man sich entschließt Werbung zu schalten:

• Kategorische Einteilung der App (e. g. Bildung, Produktivität oder Gesundheit)

• Art des Inhalts (ernst vs. humoristisch, informativ vs. unterhaltend)

• Zielgruppe der App (jung vs. alt, Adaptionsgrade)

• Segmentation und Positioning der App (Konservativ vs. Innovativ)

• Erwartete Nutzer-Anzahl

Die Entscheidung IAA zu benutzen, ist nicht nur rein ökonomischer Art. Sie greift auch in die Marketing-Strategie der App ein. IAA beeinflusst die Wahrnehmung der Vorzüge und Funktionalitäten der App. Wird die eigentlich Funktion der App zu oft von Werbung unterbrochen oder der Nutzer davon abgelenkt, wird die Funktion als weniger Hilfreich oder qualitativ weniger wertig empfunden. Auch kommt Werbung in Apps von NGOs oder anderen Non-Profit Firmen weniger gut an. Bei Apps mit ernsteren Inhalten wie z. B. Nachrichten-Apps ist das ebenso. Doch auch wenn Werbung in Apps eine abschreckende Wirkung haben kann, bevorzugt die große Mehrheit der Nutzer, Apps mit Werbung gegenüber kostenpflichtigen Apps. Das zeigt die Grafik „Auswahl von Apps in Deutschland 2019“ zeigt (basierend auf einer Studie von Appinio). Daraus lässt sich schließen, dass Werbung nicht per se abschreckt, sondern die Art der Werbung und Werbeanzeige eine entscheidende Rolle bei der Implementierung von IAA spielt.

Anbieten von Werbeflächen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Werbung in Apps zu präsentieren. Die drei bekanntesten Formen sind Native-Ads, Bannerwerbung und Interstitial-Ads. Die drei Formen zeichnen sich durch unterschiedliche Charakteristika aus. Sie beruhen jedoch alle auf dem simplen Prinzip der Anzeige von statischen oder dynamischen Werbeinhalten.

Native-Ads: Diese Form des IAA fügt sich natürlich in das Design und die Funktionalität der App ein. Die Werbeanzeige imitiert so einen Eintrag oder eine weitere Funktionalität in der App. Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Nutzers auf „natürliche“ Weise erzeugt. Besonders beliebt ist diese Form der Anzeige in Social Media Apps wie Instagram, Facebook oder Snapchat.

Bannerwerbung: Bannerwerbung nutzt das optische Hervorstechen eines Banners, um die Aufmerksamkeit des Nutzers zu erlangen. Hierbei besteht die Werbeanzeige lediglich aus einem einzelnen Element. Banner können statisch oder dynamisch sein und werden dauerhaft auf dem entsprechenden Screen angezeigt. Vorteilhaft hierbei ist die herausstechende, aber nicht aufdringliche Position am unteren Bildrand, wie sie oft zum Einsatz kommt.

Interstitial-Ads: Eine weitere Möglichkeit IAA zu implementieren, wären Interstitial-Ads. Hierbei wird für kurze Zeit der gesamte Screen von einer Anzeige überdeckt. Diese muss der Nutzer manuell schließen oder sie schließt sich nach einem bestimmten Zeitraum von selbst. Jene Art der Anzeige ist zwar die aufdringlichste, allerdings auch die effektivste.

Egal welche Form von IAA verwendet wird, grundsätzlich sollten die folgenden Prinzipien eingehalten werden, wenn man Nutzer mit Werbung konfrontiert:

• Keine erhebliche Störung der User Experience

• Optimierung der Anzeigen (z. B. auf verschiedenen Smartphone Modellen und Bildschirmgrößen)

• Nutzung von verschiedenen Anzeigeformaten

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