Umsatz von In-App-Advertisement

Umsatz von In-App-Advertisement (IAA)

Anbieter von IAA-Services

Um die Vermittlung von Werbepartnern und Anbietern von Werbeflächen einfach zu gestalten, haben sich Anbieter auf deren Vermittlung spezialisiert. Die größten Anbieter von Vermittlungsdiensten sind Google AdMob, sowie Facebook Audience Network, InMobi, Media.net oder Smaato. Die Anbieter zeichnen sich durch unterschiedliche Bewertungsmodelle des Nutzerverhaltens und Berechnungsmodelle der Werbe-Umsätze aus. So wird bei Google AdMob die Länge einer Session nicht berücksichtigt. Bei Facebook Audience Network hingegen, spielt die Sessionlänge durchaus eine Rolle.

Der Hauptpunkt, den die meisten Entwickler beim Thema IAA betrachten, ist die Möglichkeit seine Investition durch IAAs amortisieren zu können. Hierbei müssen verschiedene Faktoren betrachtet werden. So kann eine realistische Hochrechnung von Nutzerzahlen, Aufrufen, Ansichten und somit auch Werbe-Umsatz kalkuliert werden.

Zur Berechnung von Umsätzen generiert durch IAAs, werden verschiedene Parameter benötigt, welche jedoch unterschiedlich verwertet werden können:

• Durchschnittliche Anzahl von Nutzern pro Zeitraum (Tag/Woche/Monat)

• Durchschnittliche Anzahl der Sessions pro Zeitraum (Tag/Woche/Monat)

• Durchschnittliche Länge einer Session

• Durchschnittliche Anzahl der Seiten einer App die aufgerufen werden

• Anzeigen-Intervall (Anzahl der Anzeigen pro Minute)

• Cost Per Click (CPC, Umsatz pro Klick auf eine Anzeige)

• Click Through Rate (CTR, Rate der Nutzer, welche Anzeigen anklickt)

• Cost Per Mille (CPM, Umsatz generiert pro 1000 Impressionen)

Grundsätzlich muss bei den Parametern zwischen mehreren Begriffen unterschieden werden. Eine Session ist die Zeitspanne, in der die App geöffnet, benutzt und geschlossen wird. Das können mehrere Sekunden, aber auch Stunden sein. Eine Impression ist lediglich das Anzeigen einer Werbeanzeige auf dem Bildschirm des Nutzers, unabhängig davon, ob der Nutzer diese wahrnimmt. Ein „Klick“ ist jedoch die Auswahl und das Aufrufen einer Werbeanzeige. Die verschiedenen Parameter müssen nicht alle zur Berechnung herangezogen werden. So berechnet Google AdMob den Umsatz lediglich auf Grundlage der Anzahl aufgerufener Seiten pro Nutzer, CPC und CPM.

Die Höhe der generierten Umsätze pro Klick oder Impression (CPC oder CPM), hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab:

• Betriebssystem (iOS vs. Android)

• Art des Gerätes (Neu vs. Alt)

• Standort (Entwickelt vs. Schwellenland)

• Tageszeit (z. B. Früh vs. Spät)

• Jahreszeit (z. B. Weihnachtszeit vs. Sommerzeit)

Die folgenden Rechenbeispiele sollen verdeutlichen, wie die Umsätze für IAA in verschiedenen Phasen der App berechnet werden können. Die Umsätze werden auf der Grundlage der Zahlungen des größten Anbieters „Google AdMob“ berechnet, um die Rechnung zu vereinfachen. Die durchschnittlichen Preise wurden aus den aktuellen Berechnungen übernommen und sind in US-Dollar angegeben. Solche Informationen stehen nämlich oft nur für den nord-amerikanischen Raum zur Verfügung. Generell sind Nord-Amerika und Europa allerdings auf einem ähnlichen Preislevel.

Rechenbeispiel

Das folgende Rechenbeispiel soll verdeutlichen, wie eine Kalkulation bezüglich der Umsätze von Google AdMob aussehen könnte. Es wird von einem frühen Stadium der App ausgegangen, mit entsprechend niedrigen CPC, CTR und keinem Mindestsatz für CPM.

Die Berechnungen können durch Testläufe nach der Veröffentlichung verfeinert werden und so als realistische Einschätzungen dienen. Schwächen dieser Kalkulation sind allerdings, dass die CPC nur geschätzt werden kann und auch deutlich höher bzw. niedriger ausfallen kann als in diesem Fallbeispiel. Gleiches gilt für die Nutzeranzahl und die CTR.

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